Trocknungsanlage der Fa. Granum Biogetreide, Umbau einer provisorischen Gasversorgung inkl. aller behördlichen Genehmigungen

Der Erfolg einer Getreideernte hängt von vielerlei Faktoren ab. Nur selten herrschen optimale Bedingungen beim Ernten des Getreides. Die Landwirte müssen das Getreide ernten, auch wenn der Feuchtigkeitsgehalt des Korns eventuell noch zu hoch ist. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt kann sich dann bei einer längeren Lagerung negativ auswirken. Das Korn beginnt zu quellen, es kann anfangen zu schimmeln oder wird durch Insektenbefall vernichtet. Hinzu kommt, dass neben der Qualität auch der Zeitpunkt des Verkaufs einen entscheidenden Einfluss auf die Margen beim Produkt hat. Um gute Margen zu realisieren, muss das Getreide auch über längere Zeit unter besten Bedingungen konserviert werden können. All diese Faktoren sind Gründe, warum Getreide nachgetrocknet werden muss. Nur so kann eine exzellente gleichbleibende Qualität gewährleistet werden.

Durch die Trocknung kann Getreide lange und sicher gelagert werden. Doch nicht nur der Feuchtegehalt des Korns kann die Lagerung problematisch gestalten. Während der Lagerung laufen verschiedene biologische Prozesse ab, die Einfluss auf das Gewicht oder die Qualität der Ware haben. Durch eine kontinuierliche und gleichbleibende Trocknung wird nicht nur der Gewichtsverlust minimiert, sondern auch die negativen Auswirkungen durch Schimmel oder anderer Schadverursacher verhindert. Hinzu kommt, dass das Trocknen die Entwicklung von Mikroorganismen mit toxischen Nebenwirkungen vorbeugt. Das Trocknen von Getreide ist also in jeder Hinsicht sinnvoll. Dieser Trocknungsprozess bietet sich aber nicht nur für Getreide an. Auch Kräuter und Gemüse profitieren von dieser Prozedur.

Die Fa. Granum Biogetreide trocknet nicht nur Bio-Getreide aller Art, sondern auch Kräuter und Gemüse. Dabei liegt der hohe Anspruch auf qualitativ hochwertiger Ware und dies garantiert zu jeder Zeit.

Projektbeschreibung

Bei der Trocknung wird saubere und geruchsfreie Warmluft durch die Getreideschichten geführt. Bei diesem Vorgang wird die Feuchtigkeit des Getreides von der warmen Luft aufgenommen und abgeleitet. Dieser Vorgang erfordert jedoch eine konstante und gut regelbare Temperatur, um eine gleichbleibende Getreidequalität sicherstellen zu können. Flüssiggas als Energie zur Erzeugung der Warmluft bietet sich dabei aus mehreren Gründen an: Flüssiggas stellt im Vergleich zu Öl eine deutlich geringere Belastung für die Umwelt dar. Der CO2-Anteil als auch der Schwefelausstoß sind deutlich geringer. Zusätzlich entstehen nahezu keine Feinstaubemissionen. Dieser Aspekte ist besonders bei der Trocknung von Biogetreide von großer Bedeutung.

Hinzu kommt der hohe Wirkungsgrad von flüssiggasbetriebenen Anlagen. Dieser liegt bei 95%.

Aus diesem Gründen hat sich die Fa. Granum Biogetreide für Flüssiggas entschieden.

Projektumsetzung

Aufgabe der WESTFA war es, eine bestehende provisorische Gasversorgung durch eine TÜV-konforme Gasversorgungsanlage abzulösen. Die neue Anlage versorgt insgesamt 3 Gebläsebrenner mit je 1 Megawatt Leistung an den Getreidetrocknern.

Um eine gleichbleibende Qualität sicherzustellen, wurden 2 oberirdische Flüssiggastanks mit je 2,9 to. zusammen mit zwei Verdampfern (1x 100 kg/h und 1x 200kg/h) der Fa. Torpedo zu einer Versorgungsanlage zusammengeschlossen.

Die zwischen Tank und Warmluftgebläse verbauten Verdampfer haben dabei die Aufgabe, das verflüssigte Gas aus der Flüssigphase des Tanks zu entnehmen und indirekt zu erwärmen. Verdampfer werden dann eingesetzt, wenn die Verdampfungsleistung des Flüssiggastank für die benötigte Gasmenge zu gering ist. Da der Energiebedarf bei der Trocknung von Getreide, Kräuter oder Gemüse in der Regel sehr hoch ist, wird grundsätzlich immer ein Verdampfer benötigt.

STECKBRIEF

Referenzstandort
Granum Biogetreide, 06132 Halle/Saale

Projektbeschreibung
Ablösung einer provisorischen Gasversorgung inkl. aller behördlichen Genehmigungen

Gegebenheiten vor Ort
Trocknung von Getreide, Kräutern und Gemüse

Projektumsetzung
au einer Flüssiggasversorgung mit 2 Verdampfern (1x 100 kg/h und 1x 200kg/h) zur Versorgung von 3 Gebläsebrennern mit je 1 Megawatt an den Getreidetrocknern

Versorgung
Flüssiggas aus 2 x 2,9 to. oberirdischen Tanks

Projektdauer
4 Wochen

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